23.02.2019

Stopp Nonsens

Es ist an der Zeit, Klartext zu reden.

Zur Durchführung der Konzern-Aufsichtsratswahl 2018 hatte sich in der LHT Hamburg eine Gruppierung „Bündnis Technik“ gebildet und ist mit einer entsprechenden Liste bei der Wahl der Delegierten angetreten. Dieser Gruppierung waren neben Mitgliedern der vb-Nord, einigen ver.di-Abtrünnigen leider auch Mitglieder des VL-Ortsverbands Hamburg beigetreten. Sofern so schlecht aber da ist noch relativ wenig Schaden entstanden.

Bei den Betriebsratswahlen 2018 trat diese Gruppierung (jetzt ohne vb-Nord) auch hier mit einer eigenen Liste an. Der Versuch, eine gemeinsame Liste ver.di/VL bei der LHT Hamburg zu erstellen, war ergebnislos. Danach hatte der VL-Ortsverband Hamburg VL-Mitglieder als Kandidaten auf der Bündnis Technik Liste platziert. Das geschah gegen die ausdrückliche Ansage des VL-Bundesvorstands, der, wie in den Vergangenheit schon, ein eigene Liste „Vereinigung Luftfahrt“ favorisiert hatte. Als Ergebnis kamen 7 von 35 Mandaten heraus, die jetzt aber vom restlichen BR-Gremium isoliert sind.

Soweit die Historie.

Wahrscheinlich aus Frust, eher aber noch als versuchte „Rache“ für das eigene Scheitern in ver.di, wurde zum Ende des Jahres 2018, vornehmlich von Torsten Schmidt und wenigen anderen, gemeinsam mit dem „Bündnis Technik“ eine Initiative „Ich gehe mit“ ins Leben gerufen.

Diese Initiative verbreitet seither in Rundschreiben und auf einer eigens eingerichteten Homepage eine diffamierende Kampagne gegen unsere Gewerkschaft ver.di und unsere vermeintlich schlechten Tarifverträge. Als „Allheilmittel“ wurde die Industriegewerkschaft Metall (IGM) angepriesen, die zukünftig ver.di in der LHT als „besserer“ Tarifpartner ersetzen solle. Sogar eine zunächst verdeckte Mitgliedschaft in dieser Organisation wurde angeboten.

Eine gemeinsame Erklärung der IGM und ver.di vom 19. Dezember 2018 lautet wie folgt:

ver.di und die IG Metall stehen zum Ordnungsprinzip im DGB. Die IG Metall hat in der Lufthansa Technik Hamburg keine Vertrauensleutestrukturen und auch keine Vertrauenspersonen beauftragt Mitglieder zu werben. Die Lufthansa Technik in Hamburg ist ein Betrieb im Organisationsbereich von ver.di.

Die IG Metall organisiert keine Mitglieder in diesem Betrieb und lehnt Mitgliedsanträge aktiv ab. Sie akzeptiert die Tarifhoheit von ver.di und strebt keine Konkurrenz an.

Wir wollen unsere Gewerkschaften stärken, indem wir unsere Kraft nicht gegeneinander wenden, sondern nach dem Prinzip der Zuständigkeit Mächtigkeit aufbauen.

Jede Veröffentlichung in der Lufthansa Technik in Hamburg, die von diesen Prinzipien abweicht, entspricht nicht der Wahrheit und ist nicht von der IG Metall oder von ver.di autorisiert.

Selbst nach dieser Veröffentlichung geht das unsinnige Treiben mit fadenscheinigen Argumenten munter weiter und die Hamburger Technik-Kollegen werden weiter hinters Licht geführt und verunsichert. Der VL-Bundesvorstand hat wenigstens erreicht, dass Mitglieder des Ortsverbands Hamburg sich nicht mehr an dieser Initiative beteiligen. Die Vereinigung Luftfahrt steht auch weiterhin uneingeschränkt zu ihrem Kooperationspartner ver.di und bedauert, dass die IG Metall für hinterhältige Zwecke missbraucht werden sollte.

Fazit:

Tarifverträge werden durch Tarifkommissionen mit ehrenamtlichen Mitgliedern ausgehandelt und das Ergebnis in demokratischen Abstimmungen beschlossen. Wer sich dabei durch die Mehrheit übergangen fühlt, muss an seiner Argumentation arbeiten und nicht seine Gewerkschaft verdammen. Wer diese Art der Demokratie nicht haben will, muss die Gemeinschaft verlassen. Jede Gewerkschaft ist nur so stark, wie die Anzahl ihrer Mitglieder. Daher ist es das oberste Gebot, diese durch Mitgliedschaft zu stärken.

Daher unser Aufruf an die Initiatoren „Ich gehe mit“:

Stoppt endlich diesen Nonsens und löscht Eure Homepage für immer!


IGM ver.di Klartext VL Autor: Bundesvorstand VL
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