06.03.2026

Rekordjahr bei Lufthansa - und wir mitendrin: eine Stimme aus der Werkstatt

Als ich die aktuellen Zahlen der Lufthansa gesehen habe, war ich ehrlich gesagt nicht überrascht.

Wir alle hier im Betrieb wissen, wie viel Arbeit hinter diesen Ergebnissen steckt.

Fast 40 Milliarden Euro Umsatz, 2 Milliarden Euro operativer Gewinn, mehr Passagiere als im Jahr davor. Das Unternehmen spricht vom erfolgreichsten Jahr seiner Geschichte.

Aber wenn ich an meinen Arbeitsalltag denke, fühlt sich dieser Erfolg oft weit weg an.

Wir arbeiten mit hohem Druck, häufig mit zu wenig Personal und immer mehr Aufgaben. Viele Kolleginnen und Kollegen springen ein, wenn irgendwo wieder jemand fehlt. Pausen werden kürzer, die Belastung steigt – und trotzdem halten wir den Betrieb am Laufen.
Gerade deshalb schauen viele von uns im Moment besonders genau auf den aktuellen Tarifstreit.

Der Vorstand hat ein Angebot vorgelegt. Für viele Beschäftigte fühlt sich dieses Angebot allerdings nicht so an, als würde es zu den Rekordzahlen passen, die gleichzeitig präsentiert werden. In Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen – auch aus der Vereinigung Luftfahrt und mit Vertreterinnen und Vertretern von ver.di – hört man immer wieder das Gleiche:

• Keine faire und wertschätzende Beteiligung am Erfolg,

• Kein Wort über den Schutz der Arbeitsplätze und vor Outsourcing für Kolleg:innen, die zu diesem Rekordergebnis beigetragen haben.

• Auch insgesamt fehlt eine Aussage gegenüber den Kolleginnen und Kollegen, dass ihre Arbeitsplätze gesichert sind und dass mit ihnen respektvoll & wertschätzend umgegangen wird.

Die Menschen hier identifizieren sich mit ihrer Arbeit. Sie wollen, dass Lufthansa erfolgreich bleibt. Aber sie fordern auch, dass ihre Leistung anerkannt wird und eine faire Beteiligung am Erfolg ablesbar und erfahrbar ist

Es geht um Respekt für unsere Arbeit und um die Frage, wie mit den Menschen umgegangen wird, die diesen Betrieb jeden Tag tragen.
Wir alle sorgen dafür, dass Flugzeuge starten, Fliegen sicher ist, Menschen reisen können und Fracht transportiert wird.

Ohne uns gäbe es keinen laufenden Betrieb und (wieder) keine Rekordzahlen.

Deshalb fordern viele von uns, dass die Verantwortlichen im Unternehmen noch einmal genau hinschauen – und erkennen, was hinter diesen Zahlen wirklich steckt:

Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, die jeden Tag ihr Bestes geben und Rekordjahre erarbeiten.

Mit solidarischen Grüßen

Euer Vereinigung Luftfahrt
Geht wählen und wählt gerade jetzt eure gewerkschaftlichen Kandidaten für euren Betriebsrat


Stimme aus der Werkstatt zu Rekordjahr Autor: OVB Hamburg der VL

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