20.11.2017

DLH Bilanz 3. Quartal

Zitat: “Bestes Neun-Monats-Ergebnis der Unternehmensgeschichte“


Quartalszahlen © geschmacksRaum Fotolia

Die Lufthansa Group steigert den Adjusted EBIT um 883 Mio. € (52,7%) auf 2.560 Mio. €, den Umsatz um 2,9 Mrd. € (12,1%) auf 26,8 Mrd. € und den Free Cash Flow um 83,8%. Die Nettokreditverschuldung kann um 80,7% auf 521 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesenkt werden. Der Aktienkurs steigt 2017 von 12,27 € auf über 28 €.

Die Airlines des Konzerns und LH-Cargo können alle ihre Ergebnisse ausbauen. Die LSG weist ein durch Restrukturierungskosten belastetes positives, aber niedrigeres Ergebnis aus. Die Remanenzkosten durch die Schließung der Flugzeugüberholung in Hamburg sowie höhere Materialkosten belasten das Ergebnis der Lufthansa-Technik um 33 auf 333 Mio. €.

Ein wesentliches Ereignis in Q3 2017 ist, dass Wolfgang Mayrhuber sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender niedergelegt hat und Dr. Karl-Ludwig Kley jetzt die Leitung des Aufsichtsrats des Lufthansa Konzerns übernimmt. Er war von 1998 bis 2006 im Vorstand der Deutschen Lufthansa AG als Chief Financial Officer, ist somit kein Unbekannter und kennt sich im Unternehmen aus.

Die Investment Grade Rating Agentur Moody’s vergibt an die Lufthansa wieder ein Rating. Damit gibt es Ratings von Standard & Poor’s, Scope Rating und Moody’s. Investment Ratings dieser Agenturen sagen etwas über die finanzielle Stabilität des Unternehmens aus und können die Kosten für geliehenes Geld beeinflussen.

Mit Fraport kam es zu einer ersten Einigung über Kostenentlastungen als Voraussetzung für ein weiteres Wachstum der Lufthansa in Frankfurt.

Lufthansa Group und VC einigen sich auf langfristige Tarifvereinbarungen und sichern damit den Tariffrieden bis 2022. Die Personalkosten der Cockpit-Belegschaft werden um 15% gesenkt. Die neuen Tarifverträge sind noch vorbehaltlich einer erfolgreichen Urabstimmung.

Die Lufthansa Group kauft wesentliche Teile von Air Berlin. Niki Luftfahrt GmbH und Luftfahrtgesellschaft Walther mbH sollen in die Eurowings integriert werden.

Dieses gute Ergebnis beinhaltet auch die geänderten Bedingungen bei den Pensionsrückstellungen, die dadurch um 5,7% auf 7.888 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden konnten.

Der Sitzladefaktor wurde um 3% gesteigert und so wird für Q4 prognostiziert, dass die Stückerlöse weiter steigen und die Stückkosten weiter sinken. In Q4 wird der Einmaleffekt bei den Pensionsrückstellungen der Piloten dann auch zu Buche schlagen. Das würde dann für das Jahresergebnis 2017 einen sensationellen Erfolg bedeuten.


Bilanz 3.Quartal2017 Autor: Uta Dechert

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