24.01.2018

Dritter Verhandlungsstand Tarif 2018

So sieht Wertschätzung aus...

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 22. Januar fand in Seeheim die 3. Verhandlungsrunde über die künftigen Vergütungen für die Boden-Beschäftigten im Lufthansa-Konzern statt. Leider ohne Ergebnis. Vielmehr mussten wir den Eindruck gewinnen, dass der Lufthansa-Konzernvorstand den Konflikt mit den Beschäftigten am Boden geradezu sucht. Nach dem ersten „Angebot“ aus Dezember von 1,7% für 12 Monate, folgte jetzt ein zweites Angebot. Geht es nach dem Willen der Lufthansa sollen die Beschäftigten am Boden für 18 Monate 2,6% Vergütungserhöhung bekommen. Dies entspricht übrigens - auf 12 Monate gerechnet – 1,7% und damit dem Vorschlag aus Dezember, den ver.di bereits abgelehnt hatte. Für weitere 18 Monate soll es dann maximal 2,5% geben, aber nur, wenn auch das Geschäftsfeldergebnis stimmt. D.h. nur wenn die adjusted-EBITMarge von 8% erreicht wird, soll es die 2,5% im vollem Umfang geben. Liegt sie darunter, gibt es weniger. Liegt sie sogar unter 2,3%, dann gibt es gar keine Tariferhöhung.

Und es kommt noch dicker: die Beschäftigten bei der LSG sollen die Vergütungserhöhung in 2018 nur als Einmalzahlung erhalten, für 2019 würde sie aller Voraussicht dann ganz entfallen, weil die Auslösegrenze von 2,3% für die LSG wohl nur schwer erreichbar sein dürfte.

Doch damit nicht genug für die LSG. Zusätzlich wird erwartet, dass wir den Tarifvertrag Ergebnisbeteiligung dahingehend verschlechtern, dass die Ergebnisbeteiligung nur dann fällig wird, wenn die EBIT-Marge im Geschäftsfeld wiederum 2,3% überschreitet.

Dieses „großzügige“ Angebot hat einen weiteren Haken: Lufthansa besteht darauf, den bestehenden Manteltarifvertrag inhaltsgleich für alle Geschäftsfelder einzeln abzuschließen. Dies soll dann der Vorbereitung von Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern dienen, so wie die Lufthansa es gerade braucht. Weil die Arbeitgeberseite hier mit der Konzerntarifkommission nicht weiterkommt, scheint sie glauben, erfolgreicher zu sein, wenn sie Geschäftsfeld für Geschäftsfeld einzeln unter Druck setzt.

Nicht mit uns! Dieses Angebot kann nur als Provokation gegenüber den Beschäftigten gewertet werden. Nicht nur, dass es eine völlige Missachtung der Leistung der Beschäftigten darstellt, es soll auch noch die Basis für ein bequemeres Eingreifen in die Arbeitsbedingungen bereitet werden.

Am 30./31. Januar werden die Tarifverhandlungen fortgesetzt. Sollte die Lufthansa sich nicht bewegen, sondern an ihrer harten Haltung festhalten, werden wir unseren Forderungen nach einer echten Beteiligung am Rekordergebnis deutlichNachdruck verleihen.

Wir setzen hier auf eure Unterstützung!

Eure ver.di-Konzerntarifkommission


Tarif DLH 2018 Autor: Christine Behle ver.di
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